08.06.2017

Gabriel und al-Jubeir: Terrormiliz IS kann nur gemeinsam bekämpft werden
(© Auswärtiges Amt)
Gabriel: Lage nicht weiter eskalieren lassen

Die Konflikte in Syrien, Nahost, Jemen und der Kampf gegen die Terrormiliz IS: die Golfregion steht vor gewaltigen Herausforderungen. Auch die Region selbst ist durchzogen von tiefen konfessionellen, weltanschaulichen, ethnischen und geopolitischen Gräben. Mit "erstaunlicher Vehemenz" sei nun ein Konflikt zwischen Nachbarstaaten auf der arabischen Halbinsel ausgebrochen, sagte Außenminister Gabriel mit Blick auf die politische Isolation des Emirats Katar.

"Wir in Deutschland und Europa haben ein Interesse daran, dass die Lage in der Golfregion nicht weiter eskaliert", betonte Außenminister Gabriel nach dem Gespräch mit seinem saudischen Kollegen al-Jubeir. Im Interesse aller müsse es gelingen, zurück zu einem Dialog zu finden. In Hinblick auf die angespannte Lage in der Region sei "ein tiefgehender Streit unter Nachbarn eigentlich das Letzte, das man gebrauchen kann", so Gabriel im Vorfeld.

Starke und geschlossene Anti-IS-Koalition

Zudem stärke der Zwist zwischen den Partnern letztlich nur die Gegner, setzte Gabriel fort. Dies gelte besonders für den Kampf gegen die Terrormiliz IS: diese könne nur besiegt werden, wenn die Anti-IS-Koalition fest zusammensteht und in Worten, Taten und politischen Bekenntnissen Einigkeit demonstriert. Deutschland will zur Deeskalation beitragen

Um die Situation zu entschärfen, seien bereits intensive internationale Vermittlungsbemühungen angelaufen, so Gabriel, zum Beispiel von Seiten Kuwaits. Auf allen Seiten sei viel Vertrauen verloren gegangen, setzte Gabriel fort. Dieses müsse jetzt wiederhergestellt werden. Hierzu wolle auch Deutschland beitragen: "Wo immer wir einen Beitrag leisten können, wollen wir diesen Beitrag leisten", sicherte Gabriel zu. Zudem unterstütze Deutschland alle Schritte, die zur Deeskalation der Lage beitragen.

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