16.05.2017

Macron
(© picture-alliance)
"Das ist für uns eine große Ehre, dass Sie Ihre erste Reise nach Deutschland machen": Mit diesen Worten bedankte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Emmanuel Macron dafür, dass er am ersten Tag nach seiner Amtsübernahme nach Berlin gekommen war. Bei der gemeinsamen Pressebegegnung am Montagabend im Kanzleramt hob Merkel die hohe Bedeutung des freundschaftlichen und langgewachsenen deutsch-französischen Verhältnisses hervor.

Gerade in kritischen Momenten der Europäischen Union sei es wichtig, gemeinsam richtige Entscheidungen zu treffen. Dieser Verantwortung sei sie sich sehr bewusst, betonte die Bundeskanzlerin.

"Auf das Engste miteinander verbunden"

Die Interessen Frankreichs und Deutschlands seien auf das Engste miteinander verbunden. "Deutschland wird es auf Dauer nur gut gehen, wenn es Europa gut geht. Und Europa wird es nur gut gehen, wenn es ein starkes Frankreich gibt. Und dem fühle ich mich, das darf ich auch für die ganze Bundesregierung sagen, verpflichtet", so Merkel.

Gerade die französischen und die niederländischen Wahlen hätten vielen Menschen verdeutlicht, welchen "Schatz wir an Europa haben" und wie wichtig das deutsch-französische Verhältnis sei. "Diesen sensiblen Moment der Geschichte sollten wir jetzt auch nutzen", sagte die Kanzlerin.

Sicherung der Arbeitsplätze

Merkel nannte drei Schwerpunkte für ihren Austausch mit dem neuen französischen Präsidenten. So gehe es um aktuelle europäische Themen wie die Entsenderichtlinie, das neue europäische Asylsystem und um Fragen der Handelspolitik. Von allergrößter Bedeutung, für Deutschland und "vielleicht noch mehr "für Frankreich, sei es, Arbeitsplätze zu sichern.

Deutsch-Französischer Ministerrat im Juli

Als zweiten Schwerpunkt verwies die Kanzlerin auf die bilateralen Beziehungen. Sie habe sich mit Macron darauf verständigt, die direkten Beziehungen neu zu entwickeln.

"Wir können dabei an vieles anknüpfen, wir können und wollen dem aber auch eine neue Dynamik geben", erklärte sie. Schon für Juli kündigte sie einen deutsch-französischen Ministerrat an. "Hier wollen wir auch neue Projekte vorstellen, die unserer Zusammenarbeit einen neuen Push geben können."

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